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:: Jumperlein ::

Ist es nur pure Ironie oder wohnt Jumperlis Beitrag mehr Wahrheit und Tatsachen inne, als einem Indexbetreiber und Awardvergeber Recht sein kann?

Aber lesen Sie selbst und machen sich einmal so Ihre Gedanken...

Autor: Helmut Danek
Datum: 23.02.2004

 


:::: Insel der Gleichgesinnten ::::

18.17 Gast-Kommentar:
        Datum: 23.02.2004

Mit dem Anspruch eine „Insel der Gleichgesinnten“ zu schaffen ist vor einigen Jahren der uns allen bekannte (Ur)Indexbetreiber Solaris RA mit dem Metatronic ins Awardrennen gegangen und konnte seine Wirkung bis in die heutige Awardlandschaft überführen.

Wenn man sich aber heute in der „besiegelten“ Awardlandschaft umschaut, so muss man feststellen, dass die Insel der Gleichgesinnten nicht mehr alleine auf eine fest umrissene Gemeinschaft von Metatronicern Anwendung findet.

Schon lange hat sich Indexübergreifend diese Insel der Gleichgesinnten etablieren können und bestimmt heute den Alltag der Awardvergeber für die es geradezu bezeichnend ist, sie als Insulaner zu betiteln.

Betrachtet man sich einmal die heutige Awardlandschaft mit unverstelltem Auge, so kommt man nicht umhin festzustellen, das alles was man oberflächlich als Entwicklung bezeichnen könnte, eigentlich nur Konstrukte sind, die dabei helfen den Awardie weiter vom Festland abzusondern und zu isolieren und sie damit der eigentlichen Aufgabenstellung zu entfremden.
Unbeeindruckt von der Tatsache, dass ein Inselleben zwangsläufig auch die ursprüngliche Lebensader beeinträchtigt und das restliche Internet - damit auch den Bewerber –gänzlich zur Mangelware werden lässt, wurden und werden an allen Berührungspunkten zur Außenwelt funktionierende Filtersysteme installiert, die es ermöglicht, das der Awardie eine ihm eigene Entwicklung, unbeeinflusst vom übrigen Internet nehmen kann.

Filter aber, die dem Insulaner auch die Möglichkeit nehmen, seine eigene Position im Gesamtgefüge bestimmen zu können und einen Abgleich des eigenen Handelns kaum mehr zulassen. Filtermechanismen, die ihn vom Wesentlichen einer Awardvergabe – den Bewerber – gänzlich abschirmen.

Es scheint nicht verwunderlich, dass auf dieser Insel der Gleichgesinnten kein Platz mehr ist für die Bedürfnisse der Aussenstehenden. Auch ist es nicht verwunderlich, dass eine Abhängigkeit der Insulaner von den Ausenstehenden gänzlich unterdrückt wird und bei der Konzeption des Insellebens keinerlei Beachtung mehr findet.
Insulaner sind ein Volk für SICH... ohne Bewusstsein dafür, dass sie eigentlich ihre Existensberechtigung aus der Gesamtheit des Internets entnehmen.

Werfen wir einen Blick auf den Kern von Awardien, den siegelgebenden Indexen, so müssen wir feststellen, dass ihnen nichts gewinnbringendes für den Awardie mehr innewohnt.
Die Indexe beschränken sich schon sehr lange Zeit ausschließlich darauf Werkzeuge zu entwickeln und zu perfektionieren, die dem Aussieben und der Selektion dienen.
Schon lange haben die Macher ihr Denken eingeschränkt auf das Entwerfen von Statuslisten und Kriterien und sonstige Einbürgerungsformalien, die zwar durchaus dazu geeignet scheinen gesetzgebend auf die Insulaner zu wirken, aber nicht im Mindesten dazu beitragen können, den für den Awardie unabdingbaren Kontakt zur Aussenwelt zu halten oder ihn gar zu fördern.

Bis heute ignorieren die Indexe die wirklichen Bedürfnisse der Awardvergeber und speisen sie erfolgreich mit verblendenden Parolen rund um die Werterhaltung des Awards ab zu der sie aber selbst nichts mehr beitragen können.
Doch was leisten die heutigen Indexe – die in ihrer jetzigen Konstellation keinerlei Außenwirkung mehr besitzen - für die gelisteten Awardvergeber.?

Im Grunde muss man hier ganz deutlich feststellen, dass die Awardindexe gar nicht mehr in der Lage sind eine „Leistung“ für den Awardvergeber zu erbringen.

Awardindexe der heutigen Zeit - und hier beziehe ich alle vom Metatronic bis zum Stargazer mit ein – beschränken sich darauf, Ehrgeiz und Selbstdarstellungstriebe der Member und Siegelbegehrenden zu befriedigen ohne den Sinn auf sonstige Darseinsberechtigung zu hinterfragen und durch Taten zu belegen.
Alle Versuche dieses Perpetuum Awardie außer Kraft zu setzen, enden aus lauter Selbstbezogenheit damit, das wiederum nur neue Selbstdarstellungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Bewerber nachführen, Bewerber anleiten, Awardprogramme bekannt machen, diese Aufgabe könnte höchstens noch Newbies zugute kommen, weil sich das ganze Spektrum der Indexe nur noch auf das Inselleben selbst konzentriert. Ein Denken über den eigenen Nestrand hinaus scheint für die Macher eine unüberwindbare Hürde zu sein und führt eher zur skurilen Hilflosigkeit.

Wie erwähnt, könnten ja zumindest noch die Newbies davon partizipieren, das sie durch die Indexe in den selbstproduzierten Awardkreisel eingeführt werden... doch dem steht wiederum die Vielzahl der Werkzeuge entgegen, die ja gerade dazu prädestiniert sind, diesem Newbie in gewohnter Manier auszusortieren und abzuweisen.

Die heutigen Awardindexe reduzieren sich selbst darauf, als Masturbationsvorlagen für nach Anerkennung gierende AwardEGOmanen zu fungieren. Sie nehmen es billigend in Kauf, dass die ausgegebenen Siegel zum Ejakulat der Eitelkeiten reduziert wird um ihre eigenen, gleichgearteten Bedürfnisse zu befriedigen.
An dieser Stelle muss ich zugeben, dass die Bezeichnung „Ejakulat“ wohl eher irreführend ist weil den Siegeln nun wirklich nichts mehr „befruchtendes“ innewohnt.

Mir ist es unverständlich, dass denkende Awardies sich diese schleimige Substanz noch immer auf die eigenen Seiten pappen statt diese nunmehr inhaltslosen Symbole verschämt und peinlich berührt dem Abort zuzuführen.

Doch wendet man sich den Awardvergaben selber zu, wird schnell deutlich, dass hier das Prinzip der Isolation und Ignoranz in unverminderter Form zur Fortführung kommt.

Auch bei den Awardprogrammen finden wir eine Unzahl sinnloser Filter wieder, die es ermöglichen, unbehelligt von der Außenwelt seine eigenen Triebe zu befriedigen.

Es ist schon fast als Typisch für die Spezies „Awardvergeber“ zu bezeichnen, dass er bestrebt ist sich auf das Angenehme, dem eigenen Selbstwertgefühl Guttuende, zu beschränken und alles herausreduzieren möchte was ihm keinen schnellen Gewinn bzw. Belohnung in dieser Richtung bringen kann.
Die Energie die er aufbringt, durch immer ausgefeiltere Kriterien, durch Richtlinien und immer komplizierter ablaufenden Formalien, um das Awarderlebnis für den Awardvergeber einzig auf das „angenehme Gefühl“ zu reduzieren, zeugt geradezu davon, dass der Awardvergeber sich um den – für sein Selbstwertgefühl - nicht ergiebigen Teil herumdrücken möchte und mit Erfolg gekrönt ist.

Bezeichnend in diesem Zusammenhang ist auch ein anderes Merkmal. Lieber lässt sich ein Awardie 1000 verschiedene (scheinbar sogar verständliche) Begründungen einfallen und verteidigt sie in aller Arroganz des Insulaners, bevor er sich dazu „herabläßt“ eine fast als selbstverständlich zu Bezeichnende Ablehnungsmail zu verfassen die einen „normalen“ Umgang mit den doch so herbeigesehnten Bewerber zu dokumentieren und damit seine Awardvergabe erst zu einer „runden Sache“ werden zu lassen.

Der heutige Insulaner hat es fast bis zur Perfektion geschafft, ein normales Miteinander mit all seinen Farcetten, wo auch klare Aussprache und sachliche Auseinandersetzung eine Vorraussetzung für das „Erleben“ ist, durch Verdrängung auf das zu reduzieren, was ihm genehm ist und ergiebig erscheint. Auseinandersetzung um nötige Reformen, reduziert er nur allzu gerne auf ein „Herzlich Willkommen“ und „Wünsch dir viel Erfolg“ um sein Wohlfühlen nicht zu gefährden.
Ja, was einmal mit einer „Insel der Gleichgesinnten“ begonnen hat, hat scheinbar zu einer neuen Spezies geführt, welcher eine gänzlich veränderten Wahrnehmungsfähigkeit innewohnt.

Wahrnehmung, eingeschränkt auf das Erlangen von schneller „Befriedigung“ ohne von den restlichen, sich natürlicher Weise ergebenden Verpflichtungen nachkommen zu wollen.

Eine Spezies die bewußt und nur allzu gerne darauf verzichtet sich mit dem Realen abzugleichen um nicht in Erklärungsnöte zu kommen.
Eine Spezies mit eigenen Denkprozessen, eigener Logik und einem Selbsterhaltungs- bzw. Selbstbestätigungstrieb, der dazu führt, dass Misstände und andauernde Fehlentwicklungen immer weiter aus dem Awardbewußtsein verbannt werden weil sich ein Wahrnehmen derer absolut verboten wird.

Auch im Denken und Handel der Awardies scheinen die installierten Award-Filter noch ihre Wirkung zu tun – wie wäre es sonst erklärbar, dass er nicht wahrnimmt, dass die Awardvergabe nur noch als Peepshow der Eitelkeiten betrachtet werden kann.
Einer Peepshow allerdings, wo der Awardie die Fenster verhangen hat um die Darbietungen dem Betrachter von ausserhalb zu entziehen.

Und doch fordern wir geradezu, dass der Geldeinwurfkasten gut gefüllt wird – um uns für all die Mühen zu entlohnen. Und wundern uns wenn diese Belohnung dann spärlicher wird oder gänzlich abhanden kommt.

Ist es das, was Soli gewollt hat.. als er die „Insel der Gleichgesinnten“ plante?
Ich glaube es nicht.. doch es ist troztdem fast bis zur Vollkommenheit gelungen!

Wann endlich begreifen die Awardvergeber, dass ein auf sich selbst konzentriert sein dazu beiträgt, den Webaward seine Großartigkeit zu nehmen und das eigene Tun in Frage stellen?

Vielleicht bedarf es dazu ja erstmal wieder den Bau von offenen Brücken zum Festland um die dort ansässigen - uns schon fast fremd gewordenen - Wesen erst einmal wieder kennen zu lernen….

Diese seltsamen Wesen sind die Ernährer des Awardvergebers… und nicht wie uns glauben gemacht wird – die (hilflosen) Indexbetreiber

Gruss
Das Jumperlein
aka Helmut Danek



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      16.16     Kurt Rose

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